Heute früh erwachte ich und hatte das Gefühl von absoluter Verwirrung in mir, konnte mich auf nichts konzentrieren und selbst die einfachsten Dinge waren für mich zu kompliziert. Ich fühlte mich überfordert von all den Informationen, die von allen Seiten zu mir kommen und von denen ich meinte, sie irgendwie alle integrieren zu müssen, um „im Bilde“ zu sein.
Heute setzt mein Hirn aus, eigentlich wollte ich wieder einen Artikel schreiben für mein blog, aber ich frage mich „wozu?“,“ für wen“? „Warum schreibe ich überhaupt?“ Über was schreibe ich?“ Über das Leben??? Lächerlich. Wieso, wem nützt das etwas, wenn ich über mein Leben schreibe.. Das Leben ist doch… bei jedem einzelnen und wieso schaue ich nicht hin, was das Leben mir in jedem Moment zu sagen hat? Warum kommuniziere ich nicht ganz einfach mit meinem eigenen Leben und orientiere mich nicht mehr daran, wie andere mit ihrem Leben klar kommen oder auch wieder nur die Erfahrungen und Eindrücke anderer weitergeben….Mein Leben spricht zu mir und was brauche ich mehr…..???? Vermeide ich mich selbst, wenn ich schreibe oder anderweitig kommuniziere oder komme ich mir näher dadurch? Dient das Schreiben nur mir selbst???? Helfe ich anderen, indem ich schreibe? Was löse ich aus? Was passiert, wenn ich lese bei anderen? Wo bin ich in diesem Moment? Bin ich dann nicht im Leben des anderen und versäume mich???
Vielleicht mache ich darüber einen Artikel… irgendwann, wenn das Leben mir den Impuls gibt!! Eigentlich macht es das gerade…jetzt!!!
Wer bist du, mein Leben? Ich glaube, dass du das Einzigste warst, was mich nie verlassen hat. Du warst stets an meiner Seite, in mir, du hast mir alles gegeben, was für mich bedeutsam war. Habe ich es gesehen? Habe ich dich angenommen? Habe ich das, was du mir gabst, erkannt, anerkannt und befolgt? Wem bin ich gefolgt? Dir, wo du mir doch am nächsten bist, oder den vielen Einflüssen, die von außen zu mir kamen? Verwirrten sie mich doch stets, meist spürte ich diese Verwirrung nicht einmal, weil jubelnde Euphorie oder umwerfende Niedergeschlagenheit sich breitmachten und ich übersah dich… stülpte dir und mir das von außen kommende einfach drüber, machte es mir zueigen und hörte deine Stimme nicht mehr. Vielleicht hast du es so gewollt, dass ich im außen herumirrte und heute das Gefühl habe, an dir vorbei gerannt zu sein. Warum fragte ich nicht stets erst dich, ehe ich anderen Rat einholte? War letzterer wirklich immer zu meinem besten? Ich spüre die Verwirrung. Wie viel Zeit meines Lebens habe ich damit verbracht, dich zu vermeiden, die Dinge und Situationen, die du mir schenktest, vorsetztest, mit denen du mir meinen Weg wiesest und mich fordertest, zu ignorieren? – Wie oft habe ich dich übergangen, habe dich umgangen, habe mich gedrückt und bin anderen Wegen, einfacheren vielleicht, den Wegen anderer gefolgt? Waren es dann überhaupt noch meine eigenen Wege? Bin ich ein Herdentier gewesen in bestimmten Zeiten? Waren die von mir gewählten Wege vielleicht nur scheinbar leichter? Habe ich mich durch meine Eigenwilligkeit, Schwäche und Inkonsequenz nicht in einen unüberschaubaren Irrgarten hineinbegeben, fast dass ich nicht mehr spürte, dass du ja an meiner Seite bist und immer wieder zu mir sprachst. 
Nicht mehr – ich schreibe es deshalb, weil ich dich als Kind sehr gut spüren konnte, so oft in mich hineinfragte, was da ist, was nur zu mir gehört, was meines ist und unzugänglich für alle anderen. Gut, sie hätten dich mir nehmen können, aber erreicht hätten sie dich dennoch nicht. Du warst ich und ich war du. Das ist alle Zeit so gewesen, nur habe ich dich nicht mehr gehört, dich ausgelassen, nicht mehr wahrgenommen und jetzt… ich glaube, das ist ein bedeutender Schachzug, bei dem du mich fast „matt“ setztes und setzt, dich mit einer Intensität meldest, dass ich einfach nur in die Knie gehen kann. Mag es erscheinen wie eine Demütigung, so empfinde ich es wie ein Niederknieen vor dir, vor meinem Leben, dem ich endlich einmal „Danke“ sagen möchte. Du wirst dich nicht zurückziehen – jetzt nicht. Es gibt noch Hoffnung!! Hier muss ich fast lachen, trotz meiner inneren Zittrigkeit.
Ich kann dich wieder spüren und wenn ich schaue, was sich um mich herum bewegt, was Teil von uns beiden ist, was ich erleben darf, wenn ich mich öffne dafür, wenn ich annehme, was du für mich bereithältst, dann kann ich nur sagen, „es lohnt sich zu leben“. – Es ist eine Freude zu wissen, mehr noch, zu spüren, dich an meiner Seite zu haben , in mir, mit mir, mich eins mit dir zu fühlen.
Schon seit Tagen präsentiert sich das Leben, das wir beide sind, völlig neu für mich. Bist du es, der das möglich macht, dass ich so vieles in der Natur und überhaupt, in einer Lebendigkeit wahrnehme, wie ich es als Kind schon erlebte aber gezwungenermaßen unterdrückte? Bin ich es selbst, die jetzt bereit ist für dich? Ich sehe die Bäume laufen, sehe ihre Energie und rede mit ihnen, erlebe, dass überall Naturwesen zu mir schauen, die ersten Kommunikationsversuche beginnend, ich sehe Figuren im Wasser, Farben, die ich vergessen habe und empfinde Leben in allem was ist, Orbs in einer unglaublichen Vielfalt. Ich nehme dich völlig neu, oder überhaupt erst einmal bewusst wahr und kann nur sagen… alles lebt, alles schwingt, alles swingt. Es ist ein Tanz und wenn ich mich völlig auf dich einlasse, schwindet jede Angst, jede Panik… denn du bist ja hier, genau jetzt und immerzu.
Ist das nun die Zeit ,dass ich nicht mehr schreibe, wie ich mir mein Leben vorstelle, was ich alles tun muss und inszeniere, um dich wirklich zu erleben; stattdessen mit dir spiele, als Gefährten, ohne dich aufs Spiel zu setzen?
Die Zeit ist reif. Bin ich es auch? Ich spüre, was mich umgibt und schaue. Ich weiß, alles hast du mir gegeben, damit ich dich erfahren und leben kann, damit ich erfülle, was ich mir vornahm einst. Vieles geht im Moment kaputt, unreparierbar kaputt und ich weiß, dass sich neues einstellen wird, damit wir beide anderswie, anderswo weiterleben. Du bist an meiner Seite und alle Zeit mein bester Ratgeber gewesen – gleichgültig, ob ich dich hörte, beiseite schob mit deinem Rat, mich verirrte, den Körper, der zum Spiel gehört, misshandelt habe und verelenden ließ… du warst immer bei mir. Sind viele Menschen gegangen, haben Spiele mit mir gespielt, die du so nicht wolltest(oder doch?), aber ich entschied mich dafür bis ich in die Knie ging. Es gab immer mehrere Wahlmöglichkeiten und hier hast du mir deine Impulse gegeben, aber ich wollte erleben und genoss es oft nicht einmal, weil ich schon spürte, dass ich mich wieder mal mit den Konsequenzen herumschlagen musste.
Ich kenne deinen Namen nicht… scheinbar gibt es keinen, aber du musst meinem Hohen Selbst sehr nahe sein.
Heute sage ich… unser Leben hätte anders laufen können, ruhiger, harmonischer, zielgerichteter, höher oder auch tiefer. Ich habe selten zugehört, meist zu hoch gepokert oder mich zutiefst gedrückt… aber heute, wo du zurückkehrst zu mir in mein Bewusstsein, ich dich mit meinem ganzen Herzen empfange… mein „ja“ zu dir in die Universen hinausschreie, kann ich dennoch sagen … ich bereue eigentlich nichts… nicht wirklich. Wir leben beide noch… keiner konnte dich mir nehmen und jetzt werden wir eins sein… und Wege gehen, die lebenswerter sind, als je zuvor. Ich muss nicht über dich schreiben, ich brauche dich nur zu leben… dann bleibt mir mehr Zeit, um mich zur Gänze auf dich einzulassen. Dann werden wir unsere gemeinsame Zukunft erträumen und ich werde lauschen.
So sei es.
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