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Arte: Sensationelles aus der Hai-Society

Von Verdin

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Offensichtlich ist auch bei ARTE, der großartigen deutsch -französischen TV-Kulturoase in unterhaltungssüchtiger Zeit, nicht alles so fangfrisch, wie uns weisgemacht werden soll. Unter dem Titel "Im Reich der Tiefe" sendete ARTE im Januar 2011 bereits die fünfteilige , 2010 entstandene Unterwasser-Doku auf den Spuren des großen Hammerhais und anderer Haiarten in den Gewässern Polynesiens. Mit  demselben Titel,  auf eine Sendedauer von 90 Minuten zusammengeschnitten und dem Hinweis  "Deutschland, 2012" versehen ,  begegneten uns am Sonntagabend  die  Bilder aus der Doku wieder (Wiederholungen:17.02.2013 um 14:45  und am 23.02.2013 um 15:15). 
Die Abenteuer des belgischen Apnoe-Tauchers Frédéric Buyle  haben solchen Etiketten-Schwindel wirklich nicht nötig. Ohne Atemgerät taucht der Extremsportler in Meerestiefen bis über 50 Meter und kann dort minutenlang verweilen. Die Aufnahmen, die er und sein französischer Kameramann Christian Petron bei ihren  geräuschlosen, optisch übrigens enorm eleganten Besuchen in den Tiefen der Ozeane zuwegebringen, sind sensationell! Die Taucher kommen den Haien so nahe  wie vor ihnen wohl kein Mensch. Es gelingt ihnen sogar, mit Hilfe von Harpunen kleine Sender auf dem Rücken der Tiere zu installieren. Dass Haie keineswegs die blutrünstigen Ungeheuer sind, wie billige Unterhaltungsfilme uns glauben machen, belegen die aus nächster Nähe gedrehten Bilder von Hammerhaien und sogar des berüchtigten Weißen Hais.
Naturkunde, spannender als jeder Krimi, bot ARTE bereits vor der Reportage aus der Hai-Society unter dem Titel "In den Fängen des Riesenkalmars", eine Weltpremiere, wenn wir den Angaben glauben dürfen. Wir begleiten eine japanische Expedition in den Tiefseelebensraum eines mythischen "Meeresungeheuers",  das  mit Bio-Luminiszenz und Pheromonen aus seiner Unterwelt  gelockt wird.Der Höhepunkt:  ein zehn Meter langer Tintenfisch entfaltet seine Tentakel-Pracht vor unseren Augen!
Wir tauchen aus tiefstem meditativen Erleben wieder an die Oberfläche des alltäglichen Fernsehangebots und werden, so seelisch gestärkt, auch die letzten Faschingssendungen heiter gelassen überstehen.


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