

Bäckerstuben wie man sie aus Deutschland kennt gibt es in den USA nur wenige. Hier wird Brot – üblicherweise Weißbrot – aus dem Supermarkt geholt. Die Bäckerszunft sucht man hier fast vergeblich. Doch: das bedeutet nicht, dass man in den Staaten auf kulinarische Erfolgserlebnisse verzichten muss. Meistens kommt man dabei allerdings nicht um eine gehörige Portion Kalorien und entsprechende Riesenportionen herum. Aber wer schon mal in Amerika is(s)t, der muss sich einfach mit dem Thema Pancakes auseinandersetzen.
Pancakes, das ist die amerikanische Variante der französischen Crêpes oder der deutschen Eierkuchen aus der Pfanne. Dabei ist der amerikanische Cousin vor allem dicker, fluffiger und vielmehr dem Wort “Cakes” entsprechend als hierzulande oder gar bei den Franzosen. Eine häufig verwendete Grundzutat ist in Amerika die Buttermilk.
Gereicht wird ein Pancake niemals alleine. Er kommt in sogenannten “Stacks”, also Stapeln von Pfannkuchen. Diese sind aber meistens kleiner in ihrem Durchmesser, sodass die Höhe schließlich nicht ganz so einschüchternd wirkt. Und ohne Begleitung kommt man auch nicht aus. Pancakes gibt es mit Ahornsirup, Schokosirup oder jeglichem anderem süßen Sirupzeug.
Pancakes gibt es mit frischen Früchten und Marmelade, aber auch mit herzhaftem wie Speck (Crispy Bacon), Würstchen und Kartoffeln. Die Variationen sind unbegrenzt, und wenn man sich erstmal an so einen Stack getraut hat, versteht man plötzlich, wieso die US-Bürger alle Rekorde in Sachen Übergewicht brechen. Die Dinger sind natürlich massiv!

Aber Pancakes gibt es auch in der Deluxe Variante. In Las Vegas, in Los Angeles und in einigen anderen Großstädten der USA wird in den Fünf Sterne Restaurants manchmal der “Pancake Day” zelebriert. Allen voran ist da Gordon Ramsay, der mit seinem Souffle Pancakes neue Maßstäbe setzte. Ein Rezept dazu habe ich hier gefunden http://www.bbcgoodfood.com/recipes/2689/souffle-pancakes-arnold-bennett.
Ramsay ist zwar ursprünglich Engländer – kann aber der amerikanischen Küche sowohl einiges beibringen als auch von ihr lernen, wie man an dem Rezept sieht. Ramsay macht des öfteren einige interessante Abänderungen am typisch amerikanischen Frühstück in seinen beliebten Küchenshows. Eine dieser Shows: „Kitchen Nightmares“, lief mir beim durchzappen auf FOX in den Staaten ein paarmal über den Weg.
Ebenso wie sein kleines Entertainment-Imperium, bestehend aus internationalen TV-Koch-Competitions und unzähligen Restaurants weltweit. Es lebt quasi von diesem (un-)gesunden Küchenmix.
In Las Vegas sollte man wahrscheinlich neben den typischen Casinobesuchen und zwischen den verrauchten Poker-Runden auch mal sein Steakhaus testen, was ich leider nicht geschafft habe.

Dort gibt es zwar bisher kein Frühstück, wie man hört, wird sich das aber mit dem nächsten “Pub & Grill”, das auf dem weltberühmten Strip in der Stadt der Sünden platziert werden soll, auch ändern. Und hier kann man dann hoffentlich auch mal amerikanisches Breakfast genießen, dass einem nicht direkt die Knöpfe an der Hose platzen lässt.

Übrigens: der bereits erwähnte Pancake Day ist in den USA der letzte Tag vor der Fastenzeit im Christentum. In den USA wird dieser Tag typischerweise genutzt um nochmal richtig rein zu hauen. Diese amerikanischen Pfannkuchen sind absolut perfekt für diese Mission. Und das schöne an ihnen ist der Grad der Wandelbarkeit. Nur eines ist ihnen allen gemeinsam: hatte ich erst mal zwei oder drei davon verdrückt, war ich bis in den späten Nachmittag hinein pappsatt!
Die Amerikaner selbst sind dabei ganz besonders erpicht auf ihren Ahornsirup, den man in Deutschland nur sehr selten findet (vor allem „echten“). Sie übergießen ihre Speisen regelrecht damit, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich zog da kalifornische Erd- oder manchmal auch Blaubeeren ganz entschieden vor.








2



Kommentar schreiben