Blöderweise begann die ganze Geschichte genau zu dem Zeitpunkt, wo wir uns dringend um unser Schmorgericht kümmern mussten. So hatten wir mit dem Ochsenschwanz in der einen Hand, und dem Ipad in der anderen Hand, sehr viel Spaß. Hinterher überlegten wir dann, ob wir das Ipad in die Spülmaschine geben sollten, bei den vielen lustigen Fingerabdrücken.
Das Menü war anfangs völlig unklar, es gab nur ein paar Rahmenbedingungen. Aus den kalten Tiefen sollte ein Rinderfilet verarbeitet werden. Damit auch alle satt werden, kam noch Ochsenschwanz (zwei ganze, um präzise zu sein) dazu. Außerdem sollte unbedingt die böse Blattgelatine verarbeitet werden, so war auch die Panna Cotta gesetzt. Für alles andere schlenderte ich über den sehr empfehlenswerten Wochenmarkt in Kempten und kaufte, was mir gefiel.

Ochsenherztomaten mit Balsamico-Vinaigrette, Amalfi-Zitronen-Krokant,
Rucolapesto, Jakobsmuschel, geräuchertem Lachs und Knoblauchbrot

Rinderfilet NT, Ochsenschwanz (wie man Ochsenschwanz halt so schmort und dann das Fleisch herausgepuhlt), frische Erbsen, Karotten, Zuckerschoten, karamellisierte Frühlingszwiebel und Rosmarin-Kartoffeln. Alles ganz normal gekocht.

Allgäuer Emmenthaler mit Zwetschgen-Orangen-Chutney, Apfel-Thymian-Chutney und Quitten-Orangen-Chutney

Ingwer-Zwetschgen mit gelingsicherer Blattgelatine-Panna Cotta
Hinterher waren alle Töpfe und Pfannen leer und die Mägen voll und einen wunderbaren Abend haben wir auch noch gehabt. Das Allgäu bietet eine vielzahl von wunderbaren Lebensmitteln in top Qualität, aber Wein gibt es dort keinen und so haben wir einen der wunderbaren Rieslinge von Désirée Eser vom Weingut Eser mitgebracht. Zum Hauptgang gab es dann einen, ebenfalls sehr guten, Chianti.










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