Eben bin ich im Terminkalender der Sklavenzentrale auf ein weiteres Filmfest aufmerksam geworden. Kommende Woche vom 03. November 2011 bis zum 07. November 2011 findet das 5. BDSM-Filmfestival im KOMM-Kino,
Königstrasse 93, 90402 Nürnberg statt. Zum Jubiläum werden dieses Jahr Highlights aus den vergangenen Jahren, aber auch einige Neuzugänge gezeigt.
Donnerstag, 03. Nov. 11: SM Rechter, 21:15 Uhr
(Belgien 2009, Regie: Erik Lamens, Originalfassung mit deutschen Untertiteln, 90 Min.)
Der belgische Richter Koen Aurousseau wurde 1997 aufgrund eines privaten S/M-Videos wegen Körperverletzung und Zuhälterei angeklagt und verurteilt. Die preisgekrönte fesselnde Verfilmung einer weitestgehend unbekannten wahren und erschütternden Geschichte. Auch schauspielerisch hervorragend.
Freitag, 04. Nov. 11: Preaching to the Perverted (The Fetish Club), 21:15 Uhr
(dF) D 1997, 100 Min., R: Stuart Urban, D: Guinevere Turner
Ein britischer Abgeordneter führt einen Kreuzzug gegen die englische S/M Szene. Witzige Komödie, die Vorurteile intelligent auf die Schippe nimmt. Mit vielen Gastauftritten von bekannten Fetischkünstlern.
Freitag, 04. Nov. 11: Beyond vanilla, 23:15 Uhr
(USA 2001 , Regisseur Claes Lilja, Originalsprache englisch, ohne Untertitel. 92 Minuten)
Beyond Vanilla – An Unforgettable Journey to the Wilder Side of Sex!
Beyond Vanilla ist ein Dokumentarfilm. Die Produktion dokumentiert sexuelle Realitäten jenseits des Vanillasex. Der Film basiert auf Interviews mit über 60 Gesprächspartnern, die unterschiedlichsten sexuellen Verhaltensweisen und Lebensentwürfen folgen.
Samstag, 05. Nov. 11: Martha, 21:15 Uhr (ca 116 Minuten)
(BRD 1974, dF, Farbe, 116 Min.,Regisseur Rainer Werner Fassbinder) Darsteller: Margit Carstensen, Karlheinz Böhm
Martha, Anfang dreißig, ledig und durchaus attraktiv, verbringt mit ihrem Vater den Urlaub in Rom. Bei einem Gang durch die Stadt stirbt der Vater. Im Hof der deutschen Botschaft in Rom trifft Martha einen ihr unbekannten Mann. Die Begegnung fasziniert beide. Martha befriedigt unbewusst ihrer masochistischen Bedürfnisse. Doch dann….
Samstag, 05. Nov. 11: Ecstasy in Berlin, 1926: 23:30 Uhr (Kurzfilm)
(s/w ohne Dialog) USA 2004, 45 Min., Regisseur Maria Beatty
Sehr kunstvolle Darstellung des Fetischspiels zweier Frauen. Gleichzeitig wird überaus geschickt die laszive Atmosphäre der 20er Jahre wiederbelebt.
Sonntag, 06. Nov. 11: Mein Dominantes Leben, 21:15 Uhr
(USA 2009, 77 Min., Regisseur Irving Schwarz, Sprachfassung: englische OF, Untertitel: deutsch, Komödie)
Überfordert mit den Ansprüchen ihrer Freundin, ihres Jobs und der plötzlich greifbaren Erfüllung ihres Traums, Drehbuchautorin zu werden, muss Natalie Entscheidungen treffen – und ein bisschen mehr Dominanz wäre jetzt nicht schlecht…
Inhalt: Wenn Natalie durch die Straßen der Lower East Side geht und die tollen Frauen in den heißesten Clubs der Stadt ihr zu Füßen liegen, glaubt man, dass Männer in ihrem Leben keine Rolle spielen. Doch Natalie hat ein Geheimnis: Sie arbeitet als Domina und züchtigt Männer in High-Heels und knappen Lederoutfits. Das geht solange gut, bis sie sich in Jasmine verliebt. Die hat ein großes Problem damit, dass sich Natalie damit vergnügt, fremde Männer zu erniedrigen.
Montag, 07. Nov. 11: Ein Jahr ohne Liebe, 21:15 Uhr
(Argentinien 2005, Orig.m.d.U., 97 Min., Regisseur Anahí Berneri, Darsteller Juan Minujín, Mimí Ardú, Javier van de Couter, Originaltitel: Un Año sin Amor)
S/M – Gay – AIDS – Outing- Berlinale 2005 als bester schwul-lesbischer Film ausgezeichnet
Pablo, sucht per Anzeige seinen “Meister” – einen starken Mann fürs Leben. Seine Suche wird zu einem aufregenden Trip in die SM-Szene von Buenos Aires.
Gleichzeitig beginnt er ein Tagebuch – über seine AIDS-Erkrankung, seine Abenteuer in Pornokinos und auf Sex-Partys, seine Hoffnung, in dem geheimnisvollen Martín seine große Liebe zu finden und mit ihm seine Todesangst zu überwinden. Ein Jahr wird er in seinem Tagebuch festhalten: ein Jahr der Suche, des Verlusts, der Hoffnungen, der hemmungslosen Kicks – ein Jahr ohne Liebe.
Das Porträt eines jungen Mannes, der das Leben mit dem ganzen Körper und der ganzen Seele spüren will. Kompromisslos und authentisch, mit schwarzem Humor und explizitem Sex, ohne Beschönigung, ohne Sentimentalität und ohne moralische Belehrungen.
“Ein Jahr ohne Liebe” wurde auf der Berlinale 2005 als bester schwul-lesbischer Film ausgezeichnet.
Darüber hinaus gewann “Un Ano sin amor” – so der spanisch Originaltitel – den Großen Preis der Jury auf dem Los Angeles Outfest 2005, den Fipresci-Preis auf dem Festival in Mar del Plata und den Preis für den Besten Ausländischen Film auf New York Lesbian and Gay Film Festival 2005, außerdem eine besondere Erwähnung beim Montréal LGBT Film Festival.
Zum Abschluss der BDSM Filmfest Reihe hier in Nürnberg präsentiert der Verein BDSM Franken e.V. und das KommKino in Nürnberg zum letzten Mal gemeinsam ausgewählte Filme zum Thema BDSM. Anlässlich des 5. BDSM Filmfestes werden in diesem Jahr ein paar der besten Filme aus den vergangenen Veranstaltungsjahren gezeigt, sowie auch zwei neue Streifen.
Auch dieses mal dürfte für Jedermann bzw. jede Frau etwas dabei sein. Vom Kurzfilm ohne Dialog und in schwarz weiß, über einen Film der auf eine wahre Begebenheit beruht, so wie einen Dokumentarfilm, zwei Komödien und einem Drama. Selbst die Herkunftsländer sind dieses Jahr wieder bunt gemischt und somit noch ein wenig interessanter: Belgien, Deutschland, Großbritannien, USA und Argentinien.
Weitere Informationen findet Ihr im Terminkalender auf der Sklavenzentrale und auf der Homepage des BDSM Franken e.V. Den einen oder anderen Film werde ich mir sicher anschaun und freue mich bereits darauf, das eine oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen.








Kommentar schreiben