5 Irrtümer über das Bloggen

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Schreiben für Blogs ist super. Und nein, das ist zum Glück kein Irrtum, sondern eine Wahrheit. Aber: Es gibt auch stürmische Zeiten, technische Herausforderungen und Pannen. In vielen Blogs sehen wir lachende Gesichter, entspannt am Strand sitzende Menschen, blank polierte Schreibtische mit dem typischen fein säuberlich sortierten Tool-Mikado darauf, angefangen vom Laptop über das Smartphone bis hin zum Stift.

So ästhetisch diese Bilder auch sind: Mit der tatsächlichen Arbeit als Blogger haben sie meist wenig zu tun. Denn der Online-Sturm kann ziemlich heftig werden, bis wir beim Bloggen die Früchte unserer Bemühungen ernten.


Inhalt:
 Woher die Irrtümer kommen | 1. Bloggen kann jeder | 2. Das mit dem Bloggen ist doch leicht | 3. Bloggen ist ein nettes Hobby | 4. Davon kann man nicht leben | 5. Blogger sind Stubenhocker | Fazit

Woher die Irrtümer kommen

Bloggen ist äußerst beliebt. Kein Wunder: Heute ist es kinderleicht, ein eigenes Blog zu starten. WordPress und andere Tools machen es möglich. Schnell kann hier der Eindruck entstehen, dass Bloggen Kikifax ist – ein nettes Hobby für gelangweilte Nerds oder Hausfrauen.

Nach wie vor halten sich einige Stereotype hartnäckig. Und auch wenn ich mich selbst nicht als Blogger bezeichnen würde, weiß ich die zahlreichen Vorteile dieses Medienkanals sehr zu schätzen. Zeit also, um mit diesen sechs Irrtümern aufzuräumen. Übrigens: Das Thema wird unter dem Gesichtspunkt behandelt, ein Blog professionell zu betreiben, d. h. mit einer bestimmten Absicht. Aber selbstverständlich dürfen sich auch Hobbyblogger angesprochen fühlen.

Tipp: Wer Blogs belächelt, sollte sich dringend diese 5 Gründe für ein Corporate Blog durchlesen.

1. Bloggen kann jeder

Jein. Es gibt eine Menge Artikel, die das behaupten. Natürlich kann jeder bloggen. Aber hier stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Qualität. Bloggen ist ein Handwerk, und jedes Handwerk setzt bestimmte Fähigkeiten und Erfahrung voraus. Wer nie gern geschrieben, geschweige denn gelesen hat, der wird auf Dauer wenig Freude am Bloggen haben. Blogger sind eine komplette Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Redaktion. Themenfindung, Redaktionsplanung, Recherche, Konzeption, Interviews, Schlussredaktion etc. übernehmen sie in der Regel allein.

Und für all diese Aufgaben motiviert sich der Blogger ganz allein. Da ist niemand, der ihm sagt, dass er das tun soll. Regelmäßig und interessant zu bloggen, erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Das kann/will nicht jeder!

2. Das mit dem Bloggen ist doch leicht

Auch der energiegeladenste Blogger hat mal so gar keine Lust, in die Tasten zu hauen – und tut es trotzdem. Weil er eine Deadline vor Augen hat. Weil er sich nach seinem Redaktionsplan richtet, oder einfach die Frequenz der Beiträge halten möchte. Oder es zu seiner alltäglichen Routine dazugehört und er ‚in Form‘ bleiben will. Vielleicht steht auch eine wichtige Kooperation an.

Viele Herausforderungen ergeben sich beim Bloggen, die sich erst im Tun zeigen. Und das ist gut so! Wenn Blogger schon vorher wüssten, was da auf sie zukommt, würden manche vielleicht das Handtuch werfen. Schade, denn Blogs bergen jede Menge Potenzial.

3. Bloggen ist ein nettes Hobby

Professionelle Blogger arbeiten hart und tippen auch dann wie die Weltmeister, wenn sie krank, erschöpft oder schlecht gelaunt sind. Diese Disziplin unterscheidet sie von Hobbyautoren. Das Schreiben ist jedoch nicht der einzige Aspekt. Themes wollen ausgewählt, Plugins aktualisiert, Kommentare beantwortet, Menus eingestellt, Sidebars eingerichtet und Datenbanken gesäubert werden. Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Noch einmal: Bloggen kann ein tolles Hobby sein, niemand muss sich hierbei unter Druck setzen. Wer hingegen ein Ziel mit dem Bloggen verfolgt, sollte sich darauf gefasst machen, viele Tausend Arbeitsstunden darin zu investieren. Was nicht immer Spaß macht.

4. Davon kann man nicht leben

Das kommt ganz darauf an. Für die meisten Blogger trifft das tatsächlich zu. Aber wie gehört man nun zu denjenigen, die sehr wohl und zum Teil auch gut davon leben können? Ganz ehrlich: schwierig. Um relevant zu werden, müssen Blogger clever denken, sich vernetzen, auf mehreren Ebenen strategisch und unternehmerisch handeln. In den wenigsten Fällen genügt das Blog allein als Standbein.

Wer hingegen ein Geschäftsmodell findet, der verdient früher oder später auch Geld damit.

Einnahmequellen für Blogs:

  • E-Books
  • Online-Kurse
  • Webinare
  • Online-Shops
  • Affiliate-Marketing
  • Bezahlte Beiträge (Sponsored Posts)
  • Native Ads
  • Paywall (Premium-Content)

Sie sehen, die Optionen, Geld mit einem Blog zu verdienen, sind zahlreich. Weitere Wege hat Sven Lennartz von Conterest zusammengetragen. Erfolgsgeschichten wie die von myMONK bleiben allerdings selten. Es müssen ja auch nicht gleich sechsstellige Beiträge rausspringen. Wer aber eine Strategie verfolgt, kann durchaus Geld mit seinem Blog verdienen. Doch ohne Beharrlichkeit und entsprechend harte Arbeit wird das nichts.

Übrigens: Blogs eignen sich hervorragend für die passive Akquise. Ein hochwertiges und regelmäßig geführtes Blog belegt zahlreiche Fähigkeiten des Bloggers, die auch in der Wirtschaft gefragt sind: Redaktionelles Arbeiten, Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Beharrlichkeit, Recherche, Themenfindung, Bildbearbeitung usw. Das „zieht an“ – Unternehmen, andere Blogger, Auftraggeber …

5. Blogger sind Stubenhocker

Blogger sitzen 24/7 in ihrem einsamen Kämmerlein und ihr einziger Kontakt zur Außenwelt bietet Facebook? Ich kenne jedenfalls keinen erfolgreichen Blogger, der nicht über ein sehr reges (Offline-)Netzwerk verfügt. Soziale Verträglichkeit ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg – wer soll denn sonst die Texte lesen, wenn nicht die Leute, die uns folgen und auf dem Schirm haben?


Stammleser sind wertvoller als Gold.
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Stammleser unterstützen Blogger enorm. Dabei müssen sie gar nicht viel dafür tun. Allein der Gedanke daran, dass da draußen Leute sind, die das Blog mögen und die Artikel lesen, kann für Blogger eine nicht zu unterschätzende Motivation sein. Wenn die Fans kommentieren und die Beiträge teilen, umso besser. Ich behaupte: Ohne Stammleser kommen Blogger nicht weit.

Fazit

Vor Irrtümern sind auch Blogger nicht gefeit. Doch in Zeiten von Content Marketing ändert sich das rasant. Die genannten Klischees sind meistens in den Köpfen jener Menschen, die wenig oder gar keinen Bezug zum Bloggen haben. Jedenfalls keinen, der ihnen bewusst ist. Denn wie oft finden wir in Blogs wertvolle Tipps, Hilfestellungen oder einfach nur spannende Gedanken, die unser Leben bereichern? Eben. Blogger brauchen sich daher nicht kirre zu machen – denn sie wissen, wo die Chancen liegen.

Welche Irrtümer über Blogger kennen Sie?


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